Le Corbusiers fünf Punkte einer neuen Architektur

1927 publizierte Le Corbusier eine Reihe von architektonischen Prinzipien in seinem Magazin L’Esprit Nouveau und in der Essaysammlung Vers une architecture, die er zur Grundlage seiner Entwürfe machte.Als berühmtestes Beispiel für die Anwendung der "Fünf Punkte einer neuen Architektur" kann hier die Villa Savoye in Poissy, Frankreich genannt werden.

 

Die Gestaltungsprinzipien umfassen folgende Punkte:

1. Die Pilotis

Ein Raster von Beton- oder Stahlstützen ersetzt die tragenden Mauern und wird zur Grundlage der neuen Ästhetik. Entscheidend ist der Gedanke, Bauwerke auf Pfeiler zu stützen, um dadurch den Boden frei nutzbar zu machen.

2. Der Dachgarten

Sowohl als Nutzgarten wie auch als Sonnenterrasse. Auf einem Flachdach wird eine Humusschicht mit Vegetation gedeckt, dies gewährleistet gleichbleibende Feuchtigkeit und dient als perfekter Wärme- und Kälteisolator.

3. Der freie Grundriss

Der Wegfall von tragenden Mauern ermöglicht eine flexible Nutzung des Wohnraums, der durch Paravent-Elemente unterteilt werden kann.

4. Das Langfenster

Die horizontalen Fenster durchschneiden die nichttragenden Wände entlang der Fassade und versorgen die Wohnung mit gleichmäßigem Licht. Sie verleiht dem Inneren eine Leichtigkeit und bietet Blick auf die Umgebung.

5. Die freie Fassade

Offene und geschlossene Partien an der Fassade ermöglichen die Trennung und Verknüpfung der äußeren Gestaltung von der Baustruktur.

Foto credit

©Paul Kozlowski/FLC
©Les Couleurs Suisse /FLC
©FLC /ADAGP


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