©Jens Bösenberg

Poke am Pool – West Coast-Feeling in Berlin-Mitte

Der Ausnahme Architektin Ester Bruzkus gelang mit dem Berliner Restaurant L.A. Poke ein weiterer Clou. Mithilfe von Le Corbusiers Architekturfarben schuf sie ein außerordentliches Interior Design, in dem man ganzjährig eine Auszeit am kalifornischen Pool genießen kann – kulinarische Genüsse à la Poke Bowl inklusive.

Einst ein Ladengeschäft im Stadtteil Berlin-Mitte, heute Schauplatz eines hawaiianisch-kalifornischen Trends, der Poke Bowl (Reisschale u.a. mit rohem Fisch und Gemüse). Ursprünglich von Hawaii, kam das leckere Health-Food über Kalifornien nach Berlin. Ihm folgte das unübersehbare kalifornische Flair.

  • L.A. Poke Berlin ©Jens Bösenberg
  • L.A. Poke Berlin ©Jens Bösenberg
  • L.A. Poke Berlin ©Jens Bösenberg
  • L.A. Poke Berlin Grundriss ©Ester Bruzkus Architekten

 

Mit dem stimmigen Interior Design bewiesen Ester Bruzkus Architekten wieder einmal ihr Feingefühl in Sachen Raumgestaltung. Auf 140 qm2 besticht das Konzept durch individuelle Farbkontraste und Möbel und erinnert an die Leichtigkeit Kaliforniens und einen Tag am Pool.
«Wir haben uns von der entspannten Stimmung an der amerikanischen Westküste inspirieren lassen», so die Berliner Architektin. Die Innenarchitektur verwendet Kontraste aus massiven, leichten, geschwungenen und geradlinigen Elementen, welche eine zugleich spielerische und entspannte Atmosphäre vermitteln. Der Eingangsbereich mit dem Bartresen sowie die angrenzenden Räume mit Sitzplätzen sind durch klassische Bogenelemente in verschiedenen Höhen, Breiten und Tiefen unterteilt. So hat man bereits beim Betreten des Restaurants Einblick bis in die hinterste Nische, wodurch das Restaurant tief und leicht zugleich wirkt.

 

 

 

  • "A bigger splash" ©David Hockney
  • L.A. Poke Berlin  ©Jens Bösenberg
  • L.A. Poke Berlin  ©Jens Bösenberg
  • L.A. Poke Berlin  ©Jens Bösenberg
  • L.A. Poke Berlin  ©Jens Bösenberg

Die Farbgestaltung lässt an David Hockneys Gemälde ‹A bigger splash› erinnern: Mit frischen Pastelltönen und farblichen Kontrasten zeigt das Team seine Kompetenz im Umgang mit Farben und Materialien. Der bedeutendste Akzent ist die Horzontallinie, die alle vorderen Bereiche auf Augenhöhe teilt. Die bildhafte Farbsprache wird mithilfe von Le Corbusiers Architekturfarben verwirklicht: Unterhalb der Linie lehnen sich alle Gestaltungselemente an das Thema Pool an, mit glatter Textur, Stahlrohrmöbeln, reflektierenden horizontalen Edelstahloberflächen und dem hellen ultramarinen Farbton. Die hier verwendete Farbe 32023 outremer pâle schafft eine sanfte Raumatmosphäre. Die Wandflächen oberhalb der Linie und die Decken sind in der lehmig weichen Le Corbusier Nuance 32122 terre sienne claire 31 gestrichen, der in Le Corbusiers Polychromie Architecturale für die Farbe der sommerlich-leuchtenden Mauer steht und zurückhaltend gilt. Die zwei Farbtöne sind durch runde Außenleuchten aus Glas verbunden, die genau auf der Horizontlinie sitzen. Der Weg zu den Waschräumen im hinteren Teil des Restaurants, führt durch einen – komplett in Yves Klein Blau gestrichenen – Gang, ein starker Akzent, der dem Raum weitere Tiefe schenkt. Der Sprung ins Nass, hier taucht man nun gänzlich in den Pool ein. Der glänzende Effekt des Flurbodens erinnert an gebräuchliche Poolbodenbeschichtung und gekonnt platzierte Deckenleuchten ergänzen die Versinnbildlichung des Schwimmbeckens. Das Polster der langen Sitzbank greift das kräftige Yves Klein Blau des Gangs auf und ähnelt mit ihrer Steppung an eine Luftmatratze. Stahlrohrmöbel, Stühle, filigranen Drahtsessel sowie runde Tische mit abgeschnittenen Kanten, die ein Zusammenschieben ermöglichen, runden das Pool-Konzept ab. Im größten Raum, setzt Ester Bruzkus farbliche Akzente mit einem Stehtisch. Das rote Gestell und die schwarz-weiße Terrazzoplatte wirken als bewusst gesetzter Störfaktor, der Spannung in das gesamte Interior Design bringt.


«Ich arbeite gerne mit kleinen Überraschungsmomenten
oder Störfaktoren. Das bringt Spannung in das Interior.»
 

- Ester Bruzkus, Architektin -


 

Die dekorativen Elemente sind auf ein Minimum reduziert. Ein paar große Palmen, Kakteen, Terracotta Töpfe und ein Neon Schriftzug sind der letzte Schachzug des Architekturbüros die kalifornische Poolatmosphäre zu erschaffen. Und tatsächlich hat man, während man seine Poke Bowl genüsslich verzehrt, das Gefühl im Kurzurlaub zu sein. Wie ein erfrischender Sprung in den Pool!

 

 

Ester Bruzkus verwendet die Le Corbusier Farben öfter in ihren spannenden Projekten und hat sie bereits auch zu Hause – nach der Renovation ihrer Penthouse Wohnung fand eine Metamorphose zu einem fantastischen Design Loft über den Dächern Berlins statt. Über ‹Esters Apartment 2.0› werden wir Anfang 2019 berichten.
Les Couleurs® Le Corbusier Mineralfarben von KEIMFARBEN werden unter der Kollektion poLyChro® vertrieben. Hier finden Sie das Händlerverzeichnis von KEIM.

 

 

Photography Copyright
L.A.Poke ©Jens Bösenberg

Grundriss L.A.Poke ©Ester Bruzkus Architekten

“A bigger splash” ©David Hockney 

 

 


CV - Ester Bruzkus Architekten

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